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Präventive Zahnmedizin

Karies ist trotz stetigem Rückgang in den letzten Jahrzehnten noch immer weit verbreitet.

Die Therapieoptionen haben sich in den letzten Jahren von der reinen Reparatur hin zur vorbeugenden Vermeidung der Erkrankung verschoben (Prävention).

Durch spezielle Kariesdiagnostik ist es möglich, das Risiko für spätere kariöse Erkrankungen sehr frühzeitig zu ermitteln. Speichelfließrate, Pufferkapazität des Speichels und die Anzahl der Karies verursachenden Bakterien in der Mundhöhle werden dabei in für ein individuelles Risikoprofil bestimmt. Therapien können so optimal angepasst werden. Sehr wichtig sind diese Tests bei Kindern, werdenden Müttern und jungen Erwachsenen mit sehr viel Kariesbefall.

Ziel der Zahnuntersuchung ist es, jede eventuell entstandene Karies schon im Anfangsstadium diagnostizieren und rein verfärbte Zahnoberflächen sicher als gesund erkennen zu können. Nur mit Hilfe spezieller Röntgenaufnahmen, Vergrößerungshilfen, Lichtquellen und Laserlicht ist dies sicher möglich. Bei sichtlicher Erkrankung kann auf diese Weise auch die Ausdehnung erkannt und somit über die notwendige Therapie entschieden werden.

Wird die Karies entsprechend frühzeitig erkannt und liegt sie noch rein oberflächlich (im Schmelz), kann die geschädigte Oberfläche allein durch antibakterielle und/oder zahnstärkende Lacke, Gele oder Pasten wieder erfolgreich therapiert werden. Ein „bohrendes“ Eingreifen durch den Zahnarzt wird somit vermieden.

Sind die Bakterien jedoch bis in die tieferen Schichten (Zahnbein = Dentin) vorgedrungen, ist eine Füllungstherapie durch den Zahnarzt unvermeidbar. Durch entsprechende Diagnostik ist hier die Ausdehnung ersichtlich und ermöglicht eine minimalinvasive Therapie bei maximaler Schonung gesunder Zahnhartsubstanz.

Die Versiegelung von tiefen Grübchen (Fissuren) der großen Backenzähne stellt eine Möglichkeit dar, Karies zu verhindern. Durch diese Maßnahme werden anatomisch schwer zu reinigende Bereiche optimiert.

Mit zahngesunder Ernährung kann die Kariesaktivität erheblich reduziert werden. Besonders zucker- haltige Speisen sind verantwortlich für das Wirken der säurebildenden Bakterien. Eine individuelle Ernährungsberatung vermittelt dem Patienten spezielles Wissen, um die Kariesentstehung mit kleinen Änderungen in der Essensgewohnheit zu minimieren.